Lauscha – die Stadt der Weihnachtskugeln

Was wäre der Weihnachtsbaum ohne seine Christbaumkugeln? ‚Die Stadt Lauscha in Thüringen ist seit jeher bekannt und berühmt für seine handgefertigten Glaskugeln und verkauft seine Glasprodukte in die ganze Welt. Die Kugeln aus dem Thüringer Wald werden mit viel Liebe zum Detail bemalt und sind mit Recht eine traditionelle Handwerkskunst „made in Germany“.

Alles dreht sich um Weihnachtskugel

In Lauscha gibt es viele ortsansässige Hersteller von Christbaumschmuck. Alle bieten ein großes Sortiment an verschiedenen Farben und Motiven – natürlich handgeblasen und handbemalt. Einige dieser Hersteller bieten neben ihren Online-Shops auch einen Werksverkauf an, bei dem der beliebte Baumschmuck günstig erworben werden kann. Die Glasbläserrei und vor allem die Herstellung von Weihnachtskugeln ist in Lauscha seit Mitte des 19. Jahrhunderts Tradition. Eine Besonderheit, die sich in dieser langen Zeit herausgearbeitet hat, ist der alljährliche Kugelmarkt, auf dem alle Hersteller ihre Produkte nicht nur anbieten, sondern richtig zelebrieren. Wie ein klassischer Weihnachtsmarkt können Besucher über den Platz schlendern und die Kugeln in den verschiedenen Ständen bewundern und natürlich auch erwerben. Das thüringische Lauscha ist jedoch so bekannt für seine Weihnachtskugeln aus Glas, dass selbst Touristenangebote für Reisegruppen angeboten werden. In Lauscha lebt man die Tradition der Christbaumkugeln und deren Herstellung das ganze Jahr über.

Die große Welt der Glaskugeln

In all den Jahren hat sich das Design nur minimal verändert, auch wenn es heute viele verschiedene Bemalungen, Formen und Muster gibt. Vom klassischen Christbaumschmuck in traditionellen Farben bis hin zu elektrisch beleuchteten Gehänge bestehend aus mehreren Glaskugeln oder einzelne Glaskugeln in XXL Größe mit weihnachtlichen handgemalten Motiven ist heute alles zu finden. Die Christbaumkugeln finden sich sogar in Gebinden aus Kugeln und Glocken oder auch als Weihnachtskugeln als Fensterschmuck wieder. Es gibt heute viele liebevolle Designs von klassisch bis extravagant, mit und ohne Muster. Dabei bieten die Hersteller aus Lauscha eine große Farbauswahl, von klassisch Rot und Gold bis hin zu verschiedenen Grün-, Orange-, Blau-, Champagner-, Magenta- und Türkistönen. Sehr beliebt und wunderschön anzusehen sind auch Weihnachtskugeln in Eisweiß oder Silber oder auch solche in transparenten Farben. Handgemalte weihnachtliche Motive und goldene Muster gehören ebenfalls zum Sortiment.

Herstellung

Die beliebten gläsernen Kugeln werden allesamt mundgeblasen und handgeformt. Die gesamte Produktion ist recht aufwendig. Ein Kolbenrohling aus Glas wird in den Flammen auf etwa 800 °C erhitzt und dann vom Glasbläser zur eigentlichen Kugel geblasen. Bei der anschließenden Veredelung werden die Kugeln von innen mit einer Silbernitratlösung verspiegelt. Für die eigentliche Farbenpracht werden die Glaskugeln dann in verschiedene Lackfarben getaucht und anschließend für unterschiedliche Verzierungen handbemalt. Der gesamte Hersellungsprozess erfordert viel Geschick und Erfahrung und wird mit viel Liebe und Akribie durchgeführt.

Zu Anfang der Herstellung im 19. Jahrhundert bestanden die Legierungen zur Verspiegelung der Glasoberfläche aus gesundheitsschädlichem Zinn und Blei. Erst 1870 wurde diese Legierung von Silbernitrat abgelöst, welchen heute noch zur Verspiegelung verwendet wird. Um eine Massenproduktion überhaupt zu ermöglichen, wurde 1867 eine Gasanstalt gebaut, die eine ausreichend heiße Flamme zum Blasen von großen und dünnen Glaskörpern bot. An dieser Form der Herstellung hat sich bis heute nicht viel geändert. In traditioneller Handwerkskunst werden verschiedene Arten liebevoll gestalteter gläserner Weihnachtskugeln im thüringischen Lauscha hergestellt und in alle Welt verkauft.

Tradition mit Geschichte

Lausche ist der Geburtsort der Weihnachtskugeln. Einem uralten Auftragsbuch zufolge wurden bereits 1848 die ersten Baumkugeln aus Glas hergestellt, sechs Dutzend in verschiedenen Größen. Der Siegeszug der Weihnachtskugeln begann jedoch viel später im Jahr 1880, als Kaufhausgründer Frank Winfield Woolworth die Christbaumkugeln entdeckte und in die USA importierte. Sie waren dort bald so beliebt, dass die gesamte Produktion ausgeweitet werden musste und seitdem einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt. Bis zum ersten Weltkrieg wurden die begeherten Weihnachtskugeln ausschließlich in Lauscha hergestellt. Erst kurz vor Ausbruch des Krieges begannen auch andere Hersteller im Ausland mit der Produktion von Glaskugeln, jedoch sind bis heute die Kugeln aus der Traditionsstadt Lauscha die beliebtesten und begehrtesten weltweit.

Lauscha ist und bleibt die Stadt der Weihnachtskugeln. In traditioneller Handarbeit werden die unterschiedlichsten Glaskugeln in verschiedenen Größen, Farben und Mustern hergestellt. Dafür ist die Stadt im Thüringer Wald nicht nur in Deutschland sondern in der ganzen Welt berühmt und beliebt und lockt jedes Jahr mit seinem Kugelmarkt Touristen von nah und fern.



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