Bedeutung der Weihnachtskugel

Glitzernde Weihnachtskugeln am Tannenbaum sind der Inbegriff festlicher Stimmung und besitzen eine starke Symbolkraft, die sich aus unterschiedlichen historischen Elementen zusammensetzt. Die Form dieses Baumschmucks wurde der Natur entlehnt, die in den weihnachtlichen Bräuchen der Vergangenheit eine zentrale Rolle spielte. Die Weihnachtskugel, wie wir sie heute kennen, findet ihren Ursprung in Deutschland und trat später ihren Siegeszug durch die ganze Welt an.

Handmade Tannenbaum Schmuck Aus Textil Deko Für Weihnachten Wohn Accessoire
Preis: --
0 neu0 gebraucht

Die Symbolkraft der Weihnachtskugel

Die runde Form der Weihnachtskugel repräsentiert Vollkommenheit und wurde von jeher als Zeichen für Macht gedeutet. Als Gebilde, das weder Anfang noch Ende besitzt, versinnbildlicht die Kugel die Unendlichkeit, die sich auch auf Gott und dessen Existenz in der Ewigkeit übertragen lässt.

Die Weihnachtskugel ist eng mit der Symbolik des Apfels verbunden und soll heute an dessen Rolle in den Weihnachtsfeierlichkeiten erinnern. Weihnachten bedeutete für die Menschen vergangener Jahrhunderte ein Fest der Natur, im Zuge dessen deren Gaben im Mittelpunkt standen. Da der 24. Dezember ursprünglich als Gedenktag des ersten Menschenpaares Adam und Eva gefeiert wurde, entstand im Mittelalter der Brauch des Paradiesbaumes, der als sogenanntes „Paradeisl“ mit roten Äpfeln behangen wurde.

Die Weihnachtskugel – Eine Erfindung des deutschen Adels

Die Weihnachtskugel ist eng mit der Symbolik des Apfels verbunden und soll heute an dessen Rolle in den Weihnachtsfeierlichkeiten erinnern.

Als Inbegriff der paradiesischen Frucht erhielt der Apfel als Baumschmuck eine zentrale Bedeutung, die sich auch im 19. Jahrhundert fortsetzte. Eine alte Volksweisheit besagt, dass jedes Mädchen, das am ersten Weihnachtsfeiertag in der Tür steht und einen Apfel isst, im ersten vorbeigehenden Burschen ihren Freier findet. In den kargen Zeiten des Winters galten Äpfel, Nüsse und später auch essbares Zuckergebäck am Weihnachtsbaum als besondere Kostbarkeiten für das gemeine Volk. In den Adelsfamilien hingegen wurden die Äpfel in liebevoller Kleinstarbeit vergoldet und später auch versilbert, bevor sie als Weihnachtsschmuck Verwendung fanden. Glasbläsern aus Böhmen, die sich Thüringen niedergelassen hatten, ist es zu verdanken, dass im Jahr 1870 die Technik erfunden wurde, Gebilde aus Glas innen zu versilbern und ihnen dadurch einen einzigartigen Glanz zu verleihen. Dadurch löste die aus Glas gefertigte Weihnachtskugel gegen Ende des 19. Jahrhunderts allmählich den Apfel als Paradiesgabe am Weihnachtsbaum ab.

Auch wenn heute keine Äpfel mehr an den Bäumen hängen, erinnert die glitzernde Weihnachtskugel an die ursprüngliche Rolle der roten Frucht mit der vollendeten Form. Die Farbe Rot gilt als die wichtigste der Weihnachtsbräuche und definiert sowohl das Gewand des Weihnachtsmannes als auch die Nase der Rentiere, die den Schlitten ziehen. Daher gehören rote Weihnachtskugeln zur Grundausstattung des Baumschmucks und werden auch heute noch als Sinnbild für die Fruchtbarkeit der Natur mitten im Winter gedeutet.



Link zum Shop